Corona-Nothilfe im Projektgebiet

Im Projektgebiet benötigen immer noch ca 650 Familien unsere Hilfe, weil der Krieg in der Ukraine und klimatische Extremsituationen die schwierige Lage noch einmal verstärkt haben, die durch die Corona-Pandemie entstanden war.

Durch die noch weiter gestiegenen Preise haben längst nicht alle Familien Zugang zu notwendigen Lebensmitteln wie Bohnen, Mais etc. und zu Hygiene-Artikeln wie Seife und Desinfektionsmitteln. Auch das notwendige Schulgeld kann von vielen nicht mehr entrichtet werden. Ebenfalls leidet die medizinische Versorgung, weil viele Menschen das Geld für eigentlich benötigte Medikamente nicht aufbringen können. Unserem Arbeitsansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ entsprechend haben wir daher bereits 2020 verschiedene Maßnahmen angestoßen.

Nothilfe-Maßnahmen

Durch großzügige Spenden konnten wir bisher die etwa 80 Mitarbeiter/innen in den Schulen, die nicht arbeiten durften und dürfen, mit einem Kurzarbeitergeld unterstützen.

Als unser Team in Kamukongo begann, die etwa 650 bedürftigen Familien im Projektgebiet mit den oben genannten Grundnahrungsmitteln und Seife zu versorgen, mussten sie feststellen, dass die Menschen in vielen Häusern auf dem nackten Boden schlafen, ohne ausreichende Decken und natürlich ohne Moskitonetze. Nach einem Situationsbericht an unsere Mitglieder, auch auf unserer Facebookseite und auf „bettterplace.de“, sind viele Spenden eingegangen, mit denen nun auch noch Decken, Matratzen und Moskitonetze verteilt werden konnten. Für die Lebensmittelversorgung werden pro Woche etwa 8€ benötigt, um eine Familie mit jeweils drei Matratzen (auf denen mehrere Kinder schlafen), Decken und Moskitonetzen auszurüsten sind ca 100€ nötig.

Wir freuen uns, wenn wir für diese Maßnahmen noch weitere Spender/innen gewinnen können! Für diesen Zweck sammeln wir auch über „betterplace“, eine gemeinnützige Organisation für Spendenaktionen .

Weitere Unterstützung
In Kamukongo

Im Kinderhaus in Kamukongo werden auf Initiative von Doktor Volker Peinke einmal wöchentlich Nahrungsmittel und Hygiene-Artikel an Bedürftige verteilt und als „Bonbon“ für die Kinder Chapati – die allgemein üblichen und beliebten gebackenen Maisfladen. Außerdem sollen auch alle Menschen weiterhin im Gesundheitszentrum die notwendige Versorgung erhalten.

Unsere Kooperationspartner und Freunde aus München, Initiatoren der „Charles-Lwanga-Farm“, leisten ebenfalls von Anfang an tatkräftige Unterstützung. In ihrer Mail von April 2020 heißt es:

„Die erste Nothilfeaktion zur Pandemie ist abgeschlossen. Andrew (Anmerk: das ist der einheimische Leiter der Farm) konnte mit dem Geld 100 Familien mit dem Nötigsten versorgen. Außer Lebensmitteln und Moskitonetzen, Seife und Desinfektionsmitteln bekamen die Familien auch eine Harke und Samen um Mais und Bohnen anbauen zu können.“

Weitere Informationen unter „Neues aus dem Projektgebiet“