Wasserleitungsnetze fehlen

Nur die größeren Städte in Uganda sind an ein öffentliches Wasserleitungsnetz angeschlossen. Das Wasser entspricht jedoch nicht der europäischen Trinkwasserqualität und muss in jedem Falle zur Vermeidung von Krankheiten abgekocht werden. Auf dem Land, das betrifft 85% der Bevölkerung, wird das Wasser in der Regel aus Bächen und Tümpeln von Frauen und Kindern in Kanistern geholt.

Zum Abkochen des Wassers wird in hohem Umfang Energie benötigt. Üblicherweise ist dies Holz oder Holzkohle.
Auch in Nyendo haben Maria Goretti und die Kinder das Wasser in den ersten Monaten oft aus einem ca. 3 km entfernten „Wasserloch“ geholt, trotz der Wasserleitung vom Viktoriasee nach Masaka, die durch das Dorf führt. Leider fließt Wasser in den Leitungen nur zu den Zeiten, in denen die Pumpen mit Strom versorgt werden. Das sind im Durchschnitt derzeit 5 bis 6 Stunden pro Tag.
Eine der ersten Maßnahmen des Projektes war der Bau von Wassertanks am ehemaligen Wohnhaus von Emmanuel und Maria Goretti und danach im Innenhof der „Werkstatt“. Hier wird das Regenwasser von den Dächern gesammelt.

Wasserversorgung in Kamukongo

Am neuen Standort des Projekts in Kamukongo, einem Ort auf dem Land und weitgehend ohne öffentliche Infrastruktur, wurde mit Unterstützung der RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“ 2007 eine Zisterne gebaut, in der Regenwasser gesammelt und mit einer Pumpe auch in einen Tank auf dem Dach eines der Häuser geleitet wird. Von dort fließt es mit dem nötigen Druck in die Leitungen der beiden Wohnhäuser.

Die günstige Lage des Projektgrundstückes an einem Feuchtgebiet mit ganzjährig wasserführendem Bach ermöglicht Frischwasser-Fischzucht und damit eine außergewöhnliche Möglichkeit, proteinreiche Nahrungsmittel selbst zu erzeugen.

Auch am Gesundheits-Center und an der Schule in Bbaala konnten Zisternen gebaut werden, um das wertvolle Regenwasser zu sammeln.

Wasserversorgung für die Landbevölkerung

Da auf dem Land und in den kleinen Städten keine zentrale Wasserversorgung über Leitungsnetze existiert, ist der Bau von Brunnen ein wichtiger Weg, den Zugang zu sauberem Wasser nachhaltig zu verbessern. Ergänzend zum Bau brauchen die Menschen jedoch Mittel und Know-how, um die Brunnen sauber und funktionsfähig zu erhalten.

Ein anderer Weg ist die Installation von Wassertanks für das Regenwasser von den Dächern der Hütten und Häuser. Dazu sind nötig: ein Dach mit Dachrinnen und ein ausreichend großer Tank.
Beide Voraussetzungen sind z.Zt. selten gegeben und für die armen Kleinbauern meist zu teuer.


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