Kindersterblichkeit

Jeden Tag sterben weltweit mehr als 26.000 Kinder unter fünf Jahren, hauptsächlich an leicht zu verhindernden oder heute gut behandelbaren Krankheiten. Mehr als ein Drittel stirbt innerhalb des ersten Lebensmonats, die meisten davon zu Hause und ohne dass sie eine medizinische Versorgung bekommen hätten.

Die Ursachen sind: Armut, Unterernährung, fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser, mangelhafte Hygiene, unzulängliche sanitäre Anlagen und erschwerter Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten.

Aids

Erkrankte weltweit: 33,5 Mio (WHO 2009), davon 2/3 in Afrika südl. der Sahara
Neuansteckungen: 4,1 Mio im Jahr 2008
In Afrika südlich der Sahara sind die Auswirkungen der Krankheit auf die Bevölkerung besonders dramatisch, da in ärmeren Ländern nach wie vor viele Menschen keinen Zugang zu den notwendigen Medikamenten haben.

AIDS* ist seit 1983 in Uganda als gefährliche Infektionskrankheit bekannt ,die seither über 1 Mio. Menschenleben gefordert und ca. 2 Mio. AIDS-Waisen unter 18 Jahren hinterlassen hat.
1990 waren in Uganda 15% an Aids erkrankt. Die Zahl konnte bis 2003 auf ca. 5% gesenkt werden, seit 2004 sind die Zahlen leider wieder steigend. Aktuell leben rund 1 Mio. AIDS-Kranke in Uganda.

In einzelnen Gebieten ist die Rate deutlich höher als im Landesdurchschnitt. Die beiden am schlimmsten betroffenen Gebiete in Uganda sind die Bezirke Rakai und Masaka im Südwesten des Landes. Dies hat zur Folge, dass fast die Hälfte der Kinder und Jugendlichen Waisen oder Halbwaisen sind.

Bei der Bekämpfung von Aids würden besonders Kinder "dramatisch vernachlässigt", beklagt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef. Nur jedes zwanzigste infizierte Kind erhalte die Medikamente, die es benötige. Deshalb müsse im Durchschnitt jede Minute ein Kind an Aids sterben. "Kinder werden beim Kampf gegen Aids übersehen", sagte Unicef-Direktorin Ann Veneman. Außerdem gebe es kaum kindergerechte Arzneien und geeignete Schnelltests für Babys.
Von den weltweit rund 660.000 infizierten Kindern, die dringend virenhemmende Medikamente benötigten, würden nur etwa 20.000 bis 30.000 auch damit versorgt. Selbst preisgünstige Antibiotika, die nur wenige Cent pro Tag kosteten und lebensgefährliche Infektionen verhindern könnten, blieben den meisten vorenthalten.

Die UNICEF verweist auf die Notwendigkeit einer flächendeckenden Beteiligung von Gemeinden an Gesundheitsprogrammen zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation in Ländern mit hoher Kinder- und Müttersterblichkeit - und hier insbesondere in ländlichen Gebieten.

*AIDS (engl.: aquired immune deficiency syndrom = erworbenes Immundefekt-Syndrom), erstmals 1981 beschriebene, durch Körpersekrete, insbesondere bei Sexualkontakten, durch Blut und Blutprodukte (Transfusionen) sowie von infizierten Müttern bei der Geburt auf das Kind übertragbare gefährliche Infektionskrankheit mit Zerstörung des zellulären Immunsystems. Erreger ist das „Humane Insuffizienz-Virus (HIV).

Medizinische Versorgung im Projektgebiet

Im Projektgebiet im Distrikt Masaka befinden sich zwei kirchliche Krankenhäuser (Villa Maria Hospital und Kitovu Hospital) und ein kommunales Krankenhaus in Masaka. Die personelle und technische Ausstattung der Häuser ist mit europäischen Standards nicht vergleichbar. Ein Arzt betreut in Uganda im Durchschnitt ca. 12.500 Einwohner (in Deutschland: ca. 300 EW), wobei die Bewohner der ländlichen Gebiete medizinisch deutlich schlechter versorgt sind als die der größeren Städte.

Der Förderverein „Our children and our future“ e.V. bemüht sich darum, Mediziner aus Deutschland für zeitlich befristete ehrenamtliche Einsätze zur Unterstützung der Ärzte im Projektgebiet zu gewinnen. Dabei soll auch die technische Ausstattung durch gespendete med. Geräte bzw. deren Beschaffung in Uganda verbessert werden. Ergänzend dazu könnten Ärzte und medizinische Hilfskräfte zur Weiterbildung nach Deutschland eingeladen werden.


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