Die Einbettung des Gesamtprojekts in die Region

Durch Schulpatenschaften, das Engagement im Bereich Bildung in Zusammenarbeit mit der Bbaala-Primary-School, den Bau und Betrieb der Gesundheitsstation und Maßnahmen zur Erwachsenenbildung soll vermieden werden, dass das Waisen-Wohnprojekt in Kamukongo eine prosperierende Insellösung in einer ansonsten instabilen und armen Umgebung bleibt. Durch den offenen und lebendigen Austausch mit der Nachbarschaft, die Schaffung von Arbeitsplätzen, Hilfen für Waisen, Halbwaisen und Kinder aus ärmsten Familien ist das Kinder-Selbsthilfeprojekt in der Region verwurzelt und akzeptiert.

Integrierte ländliche Entwicklung

Der Begriff umschreibt den angestrebten ganzheitlichen und miteinander verzahnten Ansatz der Entwicklungsmaßnahmen in der Projektregion unter Einbezug der Bereiche Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft, Wirtschaft u. Handel, Wasserversorgung, Frauenförderung und Infrastruktur. Ziele der Maßnahmen, die in Abstimmung und mit großem Engagement der Menschen vor Ort realisiert werden sollen, sind:

  • Verbesserung der Entwicklungs-/Einkommenschancen
  • Säuglings-/Müttersterblichkeit verringern, weniger (Aids-)Waisen, bessere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
  • Verbesserung der Ernährung, Sicherung der Nahrungsgrundlagen; geringere Abhängigkeit von Wetter und Klima; höhere Erträge und Erhalt der tragfähigen Böden; weniger Bodenerosion
  • Zugang zu sauberem Trinkwasser, weniger Erkrankungen, Möglichkeit der Bewässerung in extremen Trockenzeiten.

Die Charles Lwanga Kamukongo Farm

Einen wichtigen Beitrag zu sicherer und qualitativ guter Ernährung leistet die Charles Lwanga Kamukongo Farm, die in den Jahren 2012 / 2013 erbaut wurde. Außerdem bietet sie eine Reihe von Arbeitsplätzen und ist Anschauungsobjekt für Kleinbauern der Gegend, die sich über Möglichkeiten der Viehzucht informieren können. Die Farm ist ebenfalls geeignet, als Partnerbetrieb bei der Ausbildung von jungen Land- und Viehwirten mit dem geplanten Berufsbildungszentrum zu kooperieren.

Durch die Initiative von R.Baumann und die finanzielle Unterstützung von Freunden und Förderern aus München ist eine beeindruckende Farm entstanden, mit Ställen für Rinder und Schweine, einem Ökonomiegebäude mit Lagerräumen, Schlachtraum, Kühlraum, einem Raum für Milchverarbeitung, Backstube, Wohnraum und sanitären Anlagen. Die anfallende Gülle und der Dung aus den Ställen werden in einer Biogasanlage in nutzbare Energie umgewandelt.

Die Farm unterstützt die Versorgung des Kinderheims und die Schulküche an der St. Francis Primary School in Bbaala. Kälber oder Ferkel sollen an Kleinbauern verkauft, Milch und Milchprodukte auf lokalen Märkten angeboten und Rinder und Schweine auch auf den größeren Märkten im Land vertrieben werden.

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