Von der ersten Stunde an war es Ziel von „Our children and our future self aid group“ (OCAOF), so der offizielle Namen des Selbsthilfeprojekts auf der Anerkennungsurkunde des Masaka District, sich möglichst selbst versorgen zu können und nicht in die dauernde Abhängigkeit von externen Förderern zu kommen.
Rund um das Kinderheim werden auf eigenen Feldern Bananen, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Bohnen, Kraut, Tomaten und viele andere Gemüse- und Obstsorten angebaut. Es gibt Ställe für Rinder, Schweine und Hühner. Ein Teil der sumpfigen Talfläche wurde gerodet und es wurden Becken für Fischteiche ausgehoben.

Die Charles Lwanga-Farm

Einen wichtigen Beitrag zu sicherer und qualitativ guter Ernährung leistet die Charles Lwanga Kamukongo Farm, die in den Jahren 2012 / 2013 erbaut wurde. Außerdem bietet sie eine Reihe von Arbeitsplätzen und ist Anschauungsobjekt für Kleinbauern der Gegend, die sich über Möglichkeiten der Viehzucht informieren können. Die Farm ist ebenfalls geeignet, als Partnerbetrieb bei der Ausbildung von jungen Land- und Viehwirten mit dem Berufsbildungszentrum zu kooperieren.

Durch die Initiative von R.Baumann und die finanzielle Unterstützung von Freunden und Förderern aus München ist eine beeindruckende Farm entstanden, mit Ställen für Rinder und Schweine, einem Ökonomiegebäude mit Lagerräumen, Wohnraum für Angestellt und Auszubildende und sanitären Anlagen. Die anfallende Gülle und der Dung aus den Ställen werden in einer Biogasanlage in nutzbare Energie umgewandelt.

Die Farm unterstützt die Versorgung des Kinderheims und die Schulküche an der St. Francis Primary School in Bbaala. Kälber oder Ferkel sollen an Kleinbauern verkauft, Milch und Milchprodukte auf lokalen Märkten angeboten und Rinder und Schweine auch auf den größeren Märkten im Land vertrieben werden.

Birinzi und Kinoni

Dank eines großzügigen Förderers wurde der Kauf eines insgesamt 80ha großen Grundstücks am Lake Birinzi, ca. 10 km entfernt vom Waisenhaus in Kamukongo, ermöglicht. Das Grundstück soll zur landwirtschaftlichen Selbstversorgung und als zusätzliche wirtschaftliche Grundlage durch Verkäufe für das Projekt dienen. Über 10.000 Fruchtbäume wie Mango, Papaya, Orangen, Zitronen, Jack Fruit und Guave, Nußbäume, Nutzhölzer wie Gluveria, Podo, Eukalyptus, Mahagony oder Teak, Kakao-Bäume und Kaffeesträucher wurden vor der Regenzeit 2015 gepflanzt. Inzwischen (Stand Februar 2018) sind die Bäume gut gewachsen und werden bald erste Früchte tragen.

Ein weiteres etwa 8ha großes Grundstück in Kinoni ist zu einem großen Teil mit Kiefern bewachsen und liefert Holzerträge. Außerdem wird dort Kaffee und Mais angebaut.





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