Ziel: Selbstversorgung

Von der ersten Stunde an war es Ziel von „Our children and our future self aid group“ (OCAOF), so der offizielle Namen des Selbsthilfeprojekts auf der Anerkennungsurkunde des Masaka District, sich möglichst selbst versorgen zu können und nicht in die Abhängigkeit von externen Förderern zu kommen.
Rund um das Kinderheim werden auf eigenen Feldern Bananen, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Bohnen, Kraut, Tomaten und viele andere Gemüse- und Obstsorten angebaut. Es gibt Ställe für Rinder, Schweine und Hühner. Ein Teil der sumpfigen Talfläche wurde gerodet und es wurden Becken für Fischteiche ausgehoben. Alles, was für die Eigenversorgung nicht nötig ist, kann am „Kamukongo-Market“, dem Marktstand am Afrika-Point, verkauft werden. Aber dennoch wächst nicht alles in der Erde oder auf den Bäumen in Kamukongo. Viele für die Ernährung nötige Dinge müssen auch gekauft werden. Das Ziel, möglichst viele Dinge selbst zu produzieren bleibt bestehen.



Charles Lwanga Kamukongo Farm

Andrew, der engagierte Leiter der Farm

Die Kinder und die Freunde in Uganda sollten „gelegentlich auch einmal ein Stück Fleisch essen können“ war eines der Motive für das erfolgreiche Engagement von R. Baumann aus München. Er hatte seine Ausbildung wie Emmanuel in St. Ottilien absolviert. Es gelang ihm, Menschen dafür zu begeistern, die nötige Infrastruktur für den Aufbau einer Farm zu finanzieren.

In den Jahren 2012 / 2013 wurde ein günstig gelegenes Grundstück erworben und die Charles Lwanga Kamukongo Farm erbaut. Entstanden ist eine beeindruckende Farm mit Ställen für Rinder und Schweine, einem Ökonomiegebäude mit Lagerräumen, Schlachtraum, Kühlraum, einem Raum für Milchverarbeitung, Backstube, Wohnraum und sanitären Anlagen. Die anfallende Gülle und der Dung aus den Ställen werden in einer Biogasanlage in nutzbare Energie umgewandelt.

Die Farm unterstützt die Versorgung des Kinderheims und die Schulküche an der St. Francis Primary School in Bbaala. Kälber oder Ferkel sollen an Kleinbauern verkauft, Milch und Milchprodukte auf lokalen Märkten angeboten und Rinder und Schweine auch auf den größeren Märkten im Land vertrieben werden. Die Farm ist geeignet, als Partnerbetrieb bei der Ausbildung von jungen Land- und Viehwirten mit dem geplanten Berufsbildungszentrum zu kooperieren.

 





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