Gesundheit

Jeden Tag sterben weltweit mehr als 26.000 Kinder unter fünf Jahren. Sie sterben hauptsächlich an leicht zu verhindernden oder heute gut behandelbaren Krankheiten. Mehr als ein Drittel stirbt innerhalb des ersten Lebensmonats, die meisten davon zu Hause und ohne dass sie eine medizinische Versorgung bekommen hätten.
Die Ursachen sind: Armut, Unterernährung, fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser, mangelhafte Hygiene, unzulängliche sanitäre Anlagen und erschwerter Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten.
UNICEF verweist auf die Notwendigkeit einer flächendeckenden Beteiligung von Gemeinden an Gesundheitsprogrammen zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation in Ländern mit hoher Kinder- und Müttersterblichkeit - und hier insbesondere in ländlichen Gebieten.

Unterstützung von Krankenhäusern im Projektgebiet

Durch die Vermittlung des Fördervereins konnten 2009 die beiden Hospitäler im Projektgebiet in Villa Maria und das Kitovu-Krankenhaus in Masaka komplett mit imprägnierten Moskitonetzen ausgestattet werden. Das Unternehmen Bayercropscience in Lion hat 450 Netze für die Patientenbetten und die Mitarbeiter/innen gesponsert.

Bau einer Gesundheitsstation

Nahe der Schule entstand 2010 das Haide-Helmut Health-Centre (HHHC), eine Gemeinde-Gesundheitsstation mit zwei Behandlungsräumen, Wartebereich, Lagerraum für Medikamente und medizintechnische Geräte, Wohnung für eine Krankenschwester, Büroraum für Gemeindesozialarbeit, Photovoltaik-Anlage (Licht und Kühleinrichtung für Medikamente) und einer Zisterne. Das neue Gesundheitszentrum wurde im Januar 2011 gemeinsam mit dem neuen Schulgebäude eingeweiht.

Einbettung in das soziale Umfeld

Die unmittelbare Nachbarschaft zur Bbaala-Grundschule wurde bewusst gewählt.
Die Schulkinder können so in Zusammenarbeit mit Lehrern und Schulleitung auch medizinisch betreut werden. In Verbindung mit der sozialen Begleitung der Kinder (Schulpatenschaften) und ihrer Familien kann auch das Lebensumfeld einbezogen werden.

Im HHHC arbeitet eine examinierte Krankenschwester. Sie wird von Goretti, ebenfalls ausgebildete Krankenschwester, einer Hebamme und einer Schwesternschülerin unterstützt. Die Gesundheitsstation arbeitet eng mit dem nächstgelegenen Krankenhaus, dem Villa Maria Hospital, zusammen.
Das HHHC leistet regelmäßige „Sprechstunden“ und einen medizinischen Notdienst. Schwere Erkrankungen oder Verletzungen werden in das Villa Maria Hospital oder ins Kitovu-Hospital in Masaka überwiesen.

Neben der unmittelbaren medizinischen Versorgung der Menschen werden Gesundheitsvorsorgemaßnahmen z.B. durch Impfaktionen, Informationsveranstaltungen, Vorträge und Schulungen zu gesundheitlichen Themen wie: Hygiene, Ernährung, Geburt, HIV / AIDS, Malaria, sauberes Wasser, Schwangerschaftsverhütung und 1. Hilfe-Kurse für Erwachsene angeboten.

Entwicklung seit 2012

Nach nur einem Jahr Betriebszeit wurde das Haide-Helmut-Health-Centre von der Bevölkerung sehr gut angenommen und konnte außerdem um eine Entbindungsstation erweitert werden.
Neben der bestehenden kleinen Photovoltaik-Anlage wurde auf dem Dach ein solarer Wassererhitzer für die Entbindungsstation installiert.
2014 wurde zusätzlich ein Wohngebäude für Mitarbeiter/innen gebaut.

Gelegentlich besuchen befreundete Ärzte aus Deutschland, Norwegen und der Schweiz das Projekt und unterstützen das Team.

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