Neues aus dem Projektgebiet

Wie im Bericht von Emmanuel in „Corona im Projektgebiet“  zu lesen, befindet sich auch Uganda im Lock-Down. Das bedeutet, dass zur Zeit alle Kinder im Kinderhaus sind. Aber anders als manche unserer Kinder hier, müssen sie nicht „bei Laune“ gehalten werden, sondern sind gewohnt, sich zu beschäftigen, auch in den Ferien etwas für die Schule zu tun und außerdem ihre täglichen Arbeiten zu verrichten. Hinzu kommt, dass sie gerne auch im Garten oder den Feldern mithelfen und dabei unmittelbar erfahren, wie wichtig eine solide Selbstversorgung ist. Sorgen machen unseren Freunden nämlich die deutlich gestiegenen Preise für Lebensmittel, die im Laden erworben werden müssen. Gott sei Dank sichern unsere Plantagen jedoch einen großen Teil der Ernährung.

Das  Schulzentrum ist stark nachgefragt

Pünktlich zum neuen Schuljahr, das in Uganda im Februar begonnen hatte, wurde der Bau der beiden zusätzlichen Dormitorien im OCAOF Weiterbildungszentrum in Kitamba fertig gestellt. Dank der Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das die Kosten mit 75% gefördert hat, könnten nun insgesamt 360 Schüler*innen die Secondary School im Internatsbetrieb besuchen. Insgesamt werden ab diesem Schuljahr nun rund 400 Schüler*innen in den Klassen 8 bis 11 in Kitamba unterrichtet – eigentlich (s.u.)

Das „OCAOF Vocational Institute“ (Berufsschule) besuchen zur Zeit ca 120 Auszubildende in 9 Ausbildungsgängen.

Allerdings ruht wegen Corona auch weiterhin der Schulbetrieb. Ab August werden nur die Abschlussklassen, also Klasse 7 der Grundschule, Klasse 4 der weiterführenden Schule und die Jugendlichen im letzten Jahr der Berufsschule wieder zur Schule gehen dürfen. Für alle anderen startet die Schule erst wieder im März 2021! Das ist nicht nur ein schwieriges Jahr für die Kinder und Jugendlichen, sondern auch für die Lehrerinnen und Lehrer und die übrigen Angestellten, die unsere finanzielle Unterstützung benötigen. 

Wir freuen uns daher über jede neue Schulgeldpatenschaft, die in unseren Schul- und Ausbildungsfonds fließt und uns hilft, diese schwierige Zeit zu überbrücken. (Eine ausführliche Situationsbeschreibung finden Sie im Patenbrief Juni 2020)

Falls Sie eine Patenschaft übernehmen möchten: hier finden Sie das entsprechende Patenschaft, Formular IBAN 2017

Spatenstich im August 2019

Verwaltungs- und Lagergebäude im Mai 2020

Plantage in Birinzi

2015 wurden auf dem etwa 80 ha  großen Grundstück am Birinzi-See Bäume und Sträucher gepflanzt. Nahe dem Äquator und in rd. 1.130m Höhe wachsen Mangos, Orangen, Zitronen, Papayas, Guaven, Avocados, Granatäpfel und Jack-Frucht, aber auch Kaffee, Kakao, Zimt, Arzneipflanzen und tropische Holzarten. Ziel ist außer der Selbstversorgung, durch den Verkauf Einnahmen zu erzielen und dazu beizutragen, das Projekt langfristig aus eigener Kraft zu finanzieren.

Nun ist dort mit Unterstützung des Bundesministeriums für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ)  ein Lager- und Distributionszentrum entstanden, für das sich auch über 800 Kleinbauern aus der Umgebung interessieren, da sie selbst keine trockenen Lagermöglichkeiten haben. Der Bau der Lagerhallen und des Verwaltungsgebäudes ist nahezu vollendet.

Erweiterungsgebäude am Gesundheitszentrum

Angestoßen durch die Initiative unseres Arztes Dr.Volker Peinke, der im Januar 2020 wieder wie jedes Jahr vor Ort war, begann der Bau eines weiteren Mitarbeitergebäudes am Gesundheitszentrum, um den Mitarbeiter/innen weite Wege zu ihrer Arbeitsstelle zu ersparen – was sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie und dem Lock-Down  als wahrer Segen erweist. Unterstützt durch viele Spenden ging der Bau zügig voran.

Energieversorgung

Nach dem Einbau der Filteranlage im Schulzentrum, die dafür sorgt, dass das Wasser nicht mehr abgekocht werden muss, ist nun auch für eine stabile Stromversorgung der verschiedenen Gebäude gesorgt. Die Module für das lokale Stromnetz in Kitamba wurden in der letzten Woche geliefert und inzwischen von dem Elektriker-Team in Kitamba angeschlossen. Das System funktioniert. Als Technikraum für Wechselrichter, Steuergeräte und Batterien wurde der ehemalige Durchgang zwischen den Werkstattgebäuden der Elektriker und der Mechaniker (ca. 2 x 8m)“geschlossen“. An der Rückseite der Montagewand befindet sich einer der beiden Unterrichtsräume der Elektriker, der zukünftig auch für die Ausbildung von Solarfachleuten genutzt wird. Wir bedanken uns herzlich bei Peter Heisig aus Stuttgart, der zusammen mit Dr. Stefan Clarenbach die Anlage geplant und realisiert hat! Herr Heisig wird auch die Detailplanung für die nötige Energieversorgung des Lager- und Distributionszentrums in Birinzi begleiten.