Neues aus dem Projektgebiet

Wie im Bericht von Emmanuel in „Corona im Projektgebiet“  zu lesen, befindet sich auch Uganda im Lock-Down. Das bedeutet, dass zur Zeit alle Kinder im Kinderhaus sind. Aber anders als manche unserer Kinder hier, müssen sie nicht „bei Laune“ gehalten werden, sondern sind gewohnt, sich zu beschäftigen, auch in den Ferien etwas für die Schule zu tun und außerdem ihre täglichen Arbeiten zu verrichten. Sorgen machen unseren Freunden die deutlich gestiegenen Preise für Lebensmittel, die im Laden erworben werden müssen. Gott sei Dank bieten aber unsere Plantagen einen großen Teil der Ernährung.

Das  Schulzentrum ist stark nachgefragt

Pünktlich zum neuen Schuljahr, das in Uganda im Februar begonnen hat, wurde der Bau der beiden zusätzlichen Dormitorien im OCAOF Weiterbildungszentrum in Kitamba fertig gestellt. Dank der Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das die Kosten mit 75% gefördert hat, können nun insgesamt 360 Schüler*innen die Secondary School im Internatsbetrieb besuchen. Insgesamt werden ab diesem Schuljahr nun rund 400 Schüler*innen in den Klassen 8 bis 11 in Kitamba unterrichtet.

Das „OCAOF Vocational Institute“ (Berufsschule) besuchen zur Zeit (Februar 2020) 114 Auszubildende in 9 Ausbildungsgängen. Erfahrungsgemäß steigt diese Zahl noch in den nächsten Wochen, da das Schuljahr gerade erst begonnen hat.

Allerdings ruht zur Zeit wegen Corona der Schulbetrieb

Wir freuen uns natürlich über jede neue Schulgeldpatenschaft, die jungen, lernwilligen Menschen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ermöglicht, weil sie die Chance bekommen, zur Schule gehen zu können und eine Ausbildung zu erhalten.

Falls Sie eine Patenschaft übernehmen möchten: hier finden Sie das entsprechende Patenschaft, Formular IBAN 2017

Energieversorgung

Nach dem Einbau der Filteranlage im Schulzentrum, die dafür sorgt, dass das Wasser nicht mehr abgekocht werden muss, ist nun auch für eine stabile Stromversorgung der verschiedenen Gebäude gesorgt. Die Module für das lokale Stromnetz in Kitamba wurden in der letzten Woche geliefert und inzwischen von dem Elektriker-Team in Kitamba angeschlossen. Das System funktioniert. Als Technikraum für Wechselrichter, Steuergeräte und Batterien wurde der ehemalige Durchgang zwischen den Werkstattgebäuden der Elektriker und der Mechaniker (ca. 2 x 8m)“geschlossen“. An der Rückseite der Montagewand befindet sich einer der beiden Unterrichtsräume der Elektriker, der zukünftig auch für die Ausbildung von Solarfachleuten genutzt wird. Wir bedanken uns herzlich bei Peter Heisig aus Stuttgart, der zusammen mit Dr. Stefan Clarenbach die Anlage geplant und realisiert hat! Herr Heisig wird auch die Detailplanung für die nötige Energieversorgung des Lager- und Distributionszentrums in Birinzi begleiten.

Plantage in Birinzi

2015 wurden auf dem etwa 80 ha  großen Grundstück am Birinzi-See Bäume und Sträucher gepflanzt. Nahe dem Äquator und in rd. 1.130m Höhe wachsen Mangos, Orangen, Zitronen, Papayas, Guaven, Avocados, Granatäpfel und Jack-Frucht, aber auch Kaffee, Kakao, Zimt, Arzneipflanzen und tropische Holzarten. Ziel ist außer der Selbstversorgung, durch den Verkauf Einnahmen zu erzielen und dazu beizutragen, das Projekt langfristig aus eigener Kraft zu finanzieren.

Nun entsteht dort mit Unterstützung des Bundesministeriums für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ)  ein Lager- und Distributionszentrum, für das sich auch über 800 Kleinbauern aus der Umgebung interessieren, da sie selbst keine trockenen Lagermöglichkeiten haben. Der Bau der Lagerhallen und des Verwaltungsgebäudes geht äußerst zügig voran.

Spatenstich im August 2019

das Verwaltungsgebäude im Februar 2020