Liebe Mitglieder, Paten, Freunde und Förderer,

„Our children and our future e.V.“ besteht seit 10 Jahren. Ich möchte Ihnen vorab im Namen von Emmanuel, Goretti, den Kindern und den Menschen in den Dörfern im Projektgebiet um Kamukongo und in Nyendo herzlich für Ihre treue Unterstützung danken. Ihre Hilfe hat – seit Gründung des Vereins am 5. Dezember 2003 – die solide Entwicklung von „Our children and our future“ (OCAOF) möglich gemacht. Garant dafür sind die Kompetenz, die Zuverlässigkeit und die Integrität unserer Freunde und Partner in Uganda. Der Förderverein konnte über 99,5% Ihrer Beiträge und Spenden nach Uganda überweisen und unmittelbar in die Ziele des Projekts investieren. D.h. in das Kinderheim, die Bildung und Ausbildung der Kinder und Jugendlichen, in Gesundheit und den Aufbau der nötigen Infrastruktur. Entstanden sind in Nyendo, dem Ursprungsort des Hilfsprojektes, zwei Wohn-, Werkstatt- und Geschäftshäuser. Die Erträge aus den beiden Häusern fließen in die Finanzierung des laufenden Betriebes. In Kamukongo entstand das Kinderheim mit vier Wohnhäusern, Küche, Speiseraum, sanitären Anlagen, Zisterne und Wassertanks, Ställen, Fischteichen und Gärten auf rd. 7 ha Land. In 1 km Entfernung wurde auf Initiative und finanziert von Freunden und einem großen Unternehmen aus München eine Farm gebaut.

In Bbaala besuchen aktuell 698 Kinder die St. Francis Primary School mit den beiden Vorschulklassen (Kindergarten). Vor knapp vier Jahren waren es noch 330 Kinder. Wir hatten uns 2009 zum Ziel gesetzt, dass auch in den Dörfern im extrem armen, ländlichen Umfeld des Kinderheims jedes Kind eine Schule besuchen darf. Die Schulräume waren damals eng und in schlechtem Zustand. Um dem massiv gestiegenen Raumbedarf gerecht zu werden, wurden zwei Schulgebäude mit insgesamt neun Klassen, eine Schulküche mit Speisesaal, eine große Zisterne und saubere Toiletten neu gebaut. Renoviert wurde ein marodes Schulgebäude mit fünf Räumen, von denen zwei z.Zt. als Schlafräume für Schülerinnen der Abschlussklasse genutzt werden, weil sie sonst zuhause zu vielfälten Arbeiten herangezogen werden. Sie können sich so in Internatsbetrieb von Montag bis Samstag besser auf die Abschlussprüfungen vorbereiten. Für die Jungen entstand kürzlich ein Wohngebäude. Das Wohnhaus für Lehrer wurde von zwei auf fünf kleine Wohneinheiten ausgebaut.

Nebenan entstand das Haide-Helmut-Health-Center, ein vorbildliches Gesundheitscenter. Im Oktober hat hier auch erstmals ein Zahnarzt aus Deutschland gearbeitet und mit seiner mobilen Praxiseinrichtung vielen Menschen geholfen. 2012 wurde der Komplex um eine Geburtsstation mit vier Betten erweitert.

Aktuell zählt die „Großfamilie Musoke“ über 60 Personen. Mehr als 50 Kinder wohnen unmittelbar in projekteigenen Einrichtungen. OCAOF beschäftigt über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Einrichtungen. Alle jungen Leute, die in den letzten knapp 10 Jahren nach der Berufsausbildung die „Familie“ verlassen haben, haben eine Anstellung gefunden oder haben sich selbständig gemacht. Das ist nicht selbstverständlich in einem Land, in dem über 60% der Bevölkerung keinen Arbeitsplatz haben.

Die Arbeitsansätze von OCAOF sind: „Hilfe zur Selbsthilfe“ und „Integrierte ländliche Entwicklung“. Das Kernprojekt Kinderheim könnte sich inzwischen weitgehend auch ohne Unterstützung von außen aus eigener Kraft ernähren. Nicht möglich wäre jedoch die umfangreiche Unterstützung beim Schulbesuch von insgesamt über 280 Kinder aus dem Kinderheim und den umliegenden Dörfern. Eine starke Basis dafür schaffen die inzwischen 157 vermittelten Patenschaften.

So weit der Bericht zu den erfolgreichen Maßnahmen, die mit Ihrer Unterstützung aufgebaut werden konnten. Aber fast jedes dritte der 698 Kinder in der Grundschule in Bbaala ist Halb- oder Vollwaise. Es vergeht keine Woche, in der nicht Menschen ins Kinderheim kommen und Goretti oder Emmanuel bitten, Kinder aufzunehmen. Langfristig wirksame Veränderungen brauchen Zeit und Geduld. Die Voraussetzungen sind günstig. Das Projekt ist ist gut angesehen, weil die Hilfe zunehmend mehr Menschen in der ganzen Region erreicht.

Ermutigend sind Signale von potenziellen Förderern. Ich bin zuversichtlich, dass wir 2014 den ersten Bauabschnitt mit ersten Schulungsräumen und Werkstätten, Mensa mit Küche, Wasser- und Energieversorgung und den nötigen Toilettenanlagen beginnen können.

Mit herzlich Grüßen auch von Goretti, Emmanuel und den Kindern im Projektgebiet in Uganda.

Gez. Ihr Franz Lebfromm

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