Liebe Mitglieder, Paten, Freunde und Förderer,

im November 2013 hatte ich Sie mit Blick auf die zurückliegenden 10 Jahre über die Arbeitsansätze „Hilfe zur Selbsthilfe“ und „Integrierte ländliche Entwicklung“, die grundlegenden Ziele und die beachtlichen Erfolge in der Projektregion informiert.

Ich möchte Ihnen heute die vorliegenden Pläne für Berufsbildungseinrichtungen vorstellen.

Seit 2012 gibt es in Uganda sogn.“ Regulations and Syllabuses“, Regelungen u. Lehrpläne für berufliche Ausbildungsgänge, entwickelt und herausgegeben vom Uganda Business & Technical Examinations Board unter Beteiligung aller relevanten Ministerien. Die Einhaltung der Vorgaben ist Voraussetzung dafür, die Ausbildung mit Zertifikat abzuschließen.

Nach Recherchen von Emmanuel und Goretti zu den am dringendsten benötigten Ausbildungs-bereichen wurden im letzten Jahr vor Ort konkrete Pläne erstellt und Kosten ermittelt. Die o.g. Vorgaben sind in den Plänen berücksichtigt.

Vorgesehen sind Werkstätten u. Schulungsräume für Mechaniker und Elektriker, Maurer, Schreiner/Zimmerleute, Klempner/Installateure, Landwirtschaft/Viehwirtschaft, Hauswirtschaft/Nähen und für kaufmännische Ausbildung mit Computerschulung. Ergänzt wird das Gesamtkonzept um einen Speiseraum mit Schulküche, der auch als Veranstaltungsraum genutzt werden kann, ein Verwaltungsgebäude mit Computerlabor, Wassertanks für das Regenwasser und Toiletten. Bei Bedarf kann zu einem späteren Zeitpunkt ein Internatsgebäude gebaut werden, wenn zusätzlich zu den jungen Leuten aus dem unmittelbaren Projektgebiet auch aus größerer Entfernung Auszubildende diese Einrichtungen besuchen wollen.

Die Pläne beruhen auf einem mehrjährigen Gesamtkonzept, dessen Verwirklichung nach und nach angestrebt wird, immer unter dem Vorbehalt, dass die Finanzierung gesichert und auch die Folgekosten überschaubar sind. Und: die Sicherung der bestehenden Einrichtungen hat grundsätzlich Vorrang vor neuen Investitionen.

2011 und 2012 konnten Grundstücke mit ca. 8 und 5,9 ha Größe im Nachbardorf Kitamba günstig erworben werden. (Grundstückspreise: ca. 0,17 Euro/m⊃2;).

Ziele für den Bau und Betrieb der Lehrwerkstätten sind:
- ein funktionierender Betrieb ab dem ersten Betriebsjahr 2015, beginnend mit drei Ausbildungs-
bereichen,
- ein dazu erforderliches gutes Management und Lehrer, die den angestrebt guten Ruf der
Einrichtung möglichst von Beginn an begründen und begleiten.

Besonders ermutigend ist die Förderzusage von Knorr-Bremse Global Care e.V., der gemeinnützigen Organistion des Knorr-Bremse Konzerns mit Sitz in München, der nach gründlicher Prüfung des Konzepts die Finanzierung der Werkstatt für Mechaniker und Elektriker einschließlich deren Einrichtung verbindlich zugesagt hat.

Knorr-Bremse Global Care e.V. schrieb: „Sie bei der Arbeit in Uganda unterstützen zu können, freut uns; denn Knorr-Bremse Global Care e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen in Not zu helfen, indem wir sie fördern, ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben zu führen. Dank unserer bisherigen Projekte mit Ihrem Verein (Förderung des Baus der Charles Lwanga Kamukongo Farm. Anmerkung) …, konnten wir erleben wie zuverlässig und gewissenhaft die geplanten Projekte vor Ort umgesetzt werden und sich dadurch die Lebenssituation der Begünstigten verbessert hat.
Daher sind wir überzeugt, dass sich durch den Bau und Betrieb des Technical Instituts im Kalungu District die beruflichen Chancen für viele Jugendliche erhöhen werden und Our children and our future e.V. das Projekt erfolgreich umsetzt.“

Wir, der Förderverein Our children and our future e.V. (OCAOF) sind mit einem Übertrag aus dem Vorjahr und erfreulich positiver Unterstützung in der Lage, ein weiteres Gebäude zu bauen und damit einen funktionsfähigen Betrieb bereits zum Beginn des nächsten Ausbildungsjahres im Februar 2015 zu ermöglichen. Geplant dafür ist der Speisesaal mit Küche zur Versorgung der Auszubildenden und Lehrer. In der Startphase sollen hier auch die Verwaltung und ein Unterrichtsraum mit einigen PCs für die Ausbildung im kaufmännischen Bereich und an Computern untergebracht werden. Unterm Strich werden mit dem Werkstattgebäude, dem „Speisesaal“ und den nötigen Toiletten und Wassertanks mehr als ein Viertel des Gesamtprojekts bereits in diesem Jahr realisiert.

Im Januar wurde mit dem Bau einer Druckleitung von einer Quelle im Tal zum Baugrundstück die Wasserversorgung sichergestellt. Der Kalungu Distrikt hat kürzlich zugesagt, eine Stromleitung von Kalungu aus nach Kitamba zu legen (ca. 4 km) und damit einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung beizutragen.

Ich freue mich über die vielen positiven Rückmeldungen und die fachkundige Begleitung des Projekts z.B. durch den Rotary Club Remscheid und das Berufsbildungszentrum der Remscheider Metall- und Elektroindustrie.

Emmanuel und Goretti sind bis Ende April noch zu Besuch in Deutschland. Sie werden nach ihrer Rückreise daran gehen, kompetente Mitarbeiter für die Betreuung der Baumaßnahmen und die spätere Leitung der Berufsbildungseinrichtung zu verpflichten. Die Lehrkräfte müssen über ein (Lehrer-) Pädagogikstudium und eine abgeschlossenen Berufsausbildung verfügen. Es bestehen bereits Kontakte.

Im „Kernprojekt“ von OCAOF mit dem Kinderheim, der Gesundheitsstation, den Schul-Patenschaften, den beiden Häusern in Nyendo und zur Betreuung der Gärten und Ställe ist inzwischen ein zuverlässiges Team junger Mitarbeiter/innen herangereift, die Verantwortung übernehmen und Emmanuel und Goretti takräftig entlasten.

Mit herzlich Grüßen auch von Goretti und Emmanuel, den Mitarbeiter/innen und den Kindern

Ihr Franz Lebfromm



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