Das 3.Term hat begonnen

Einer unserer Praktikanten vor Ort hat aktuelle Fotos geschickt und berichtet über die Vorbereitungen im Kinderhaus, bevor die Schülerinnen und Schüler in ihre jeweiligen Internatsschulen aufbrechen. Eine beeindruckende Logistik ist da erforderlich!
Bericht von Adrian Wolber:
"Auch die Schüler in Uganda haben nicht ewig Ferien, weshalb es erstmal für Rose und Veronica hieß, die Schulgebühren stundenlang auf der Bank zu überweisen und die ganzen benötigten Sachen für die Schüler einzukaufen, denn sie gehen auf Boarding Schulen und werden erst wieder Ende November nach Kamukongo kommen. Da stellen die Schulen einige Anforderungen wie Klopapier, Kekse, Zucker, Haarbürste, Schuhbürste, Seife, Waschmittel, Flipflops, Besen, Abzieher für Wasser, aber auch eine Gewisse Anzahl an Bleistiften, Kugelschreiber und sogar noch mehr.
Eine Schule verlangt, dass die Schüler 5 Klopapierrollen mitbringen, eine andere nur zwei, so unterscheidet sich das von Schule zu Schule.
Also hieß es am 14.09. alle Einkäufe auszupacken und ein Schüler nach dem anderen füllte einen Karton mit den benötigten Sachen, die auf der handgeschriebenen Liste standen.

Nachdem dann am 15.09. noch die Haare von den Mädchen und Jungs auf die gleiche Länge gekürzt wurden, stand der Rückkehr in die Schule am Sonntag dem 17.09. nichts mehr im Weg. Die erhaltenen Dinge wurden in blaue Truhen verstaut, welche mit Vorhängeschlössern versehen sind und in den Mini-Bus gepackt. So gut es ging zwängten sich die Schüler auch noch rein und fuhren so zur Schule. Ein kleiner Teil musste laufen, aber der Weg war nicht weit."

neue Filme über das Projekt

Nach dem ersten Film "Die kleinen Füße von Kamukongo" gibt es nun einen neuen Film von Enrico Kurz, der die Entwicklung des Projektes OCAOF in Uganda bis zum Stand Sommer 2016 zeigt: "Kamukongo next step"

https://www.youtube.com/watch?v=KpEuAtK2p3AAußerdem drehte er bei seinem Besuch im letzten Jahr einen Spielfilm mit Kindern und Mitarbeitern des Kinderhauses in Kamukongo nach einer wahren Geschichte. So, wie im Film gezeigt, erging es einem Mädchen, das nun im Kinderhaus lebt :"Jeska"

https://www.youtube.com/watch?v=ViZcwImTb-g

Offizielle Eröffnung des Kitamba Education Centres

Bericht von Monika Kietzmann:

Es war ein tolles Fest! Am Samstag, dem 01.07. strömten mehr als 1000 Menschen zum Schulzentrum in Kitamba, um der offiziellen Eröffnungsfeier der beiden Schulen beizuwohnen. Das "Vocational Institute", also die Berufsschule, begann ja bereits Anfang 2015 mit der Arbeit. Bisher besuchen 79 Studenten die Schule, 58 von ihnen als Internatsschüler. Die High School, die wir dem finanziellen Engagement der Firma KNIPEX in Wuppertal verdanken, hat am 30. Januar diesen Jahres den Betrieb mit 78 Schülerinnen und Schülern begonnen, 47 von ihnen sind Internatsschüler.

Am 01.07. sollte das Schulzentrum nun mit einer offiziellen Eröffnungsfeier einem breiten Publikum bekannt gemacht werden - Presse und Fernsehen waren auch anwesend.
Die Sonne strahlte vom blauen Himmel, als die Zeremonie damit begann, dass die Ehrengäste, der Bischof von Masaka, Mitarbeiter des Ministeriums und der Botschaft, Carolin Sieg von der Firma KNIPEX und wir, Franz Lebfromm und ich, jeweils einen Baum einpflanzten. Nachdem wir die Ehrenplätze eingenommen hatten, begann der Gottesdienst unter Leitung des Bischofs, der eine eindringliche und sehr „weltliche“ Predigt hielt, in der er die Wichtigkeit von Bildung betonte und alle Anwesenden aufforderte, das Geschenk dieses Schulzentrums zur Grundlage ausgezeichneter Arbeit zu machen, die die Lebensqualität der jungen Menschen verbessert und in die Region ausstrahlt. In diesem Tenor waren auch all die anderen Reden gehalten, die jeweils außer dem großen Dank für die Arbeit von OCAOF auch immer die Zusicherung enthielten, die Entwicklung dieser Schulen zu unterstützen.

am Eingang
am Eingang
 der OCAOF-Mangobaum
der OCAOF-Mangobaum
die KNIPEX-Fahne
die KNIPEX-Fahne
das Festgelände
das Festgelände

Emmanuel ging in seiner Rede auf die außergewöhnliche Entwicklung unseres gesamten Projektes ein, dankbar für die überaus große Unterstützung aus Deutschland. Auch Franz Lebfromm musste natürlich eine Rede halten und sprach seinerseits unseren Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Menschen hier, insbesondere Emmanuel und Goretti, aus.
Weitere feierliche Akte waren noch die Enthüllung der beiden Gedenksteine für die Sponsoren der jeweiligen Schule, die symbolische Eröffnung der Schulen mit jeweils einem überdimensionierten Schlüssel und das Singen beider Nationalhymnen, wobei die Schüler/innen der Secondary School die deutsche mit großer Kraft und Klarheit vortrugen. Schließlich konnte Birgitta Großkinsky im Auftrag der deutschen Botschaft sechs Absolventen des "Vocational Institutes" ihr Abschlusszeugnis übergeben.

Emmanuel und Goretti
Emmanuel und Goretti
Schüler aus vielen Grundschulen kamen
Schüler aus vielen Grundschulen kamen
mit Carolin Sieg von der Firma KNIPEX
mit Carolin Sieg von der Firma KNIPEX
beim Abendmahl
beim Abendmahl
im traditionellen Festgewand "Gomes"
im traditionellen Festgewand "Gomes"
mit Bischof John Babtist Kaggwa
mit Bischof John Babtist Kaggwa
Schüler des Voc.Instit.
Schüler des Voc.Instit.

Aber natürlich wurde auch getanzt, und durch die launige Moderation des Programms wurde auch viel gelacht. Schließlich gab es für alle Essen! Das Catering-Team muss die ganze Nacht gekocht haben und hat die logistische Herausforderung bestens gemeistert.
Eine logistische Herausforderung war das ganze Fest: Die Zelte und die Bestuhlung herbeizuschaffen und aufzubauen, die Parkflächen bereitzustellen, ein Heer von “officials“ aus Lehrern und Schülern mit den Aufgaben zur Betreuung der Gäste einzuweisen und in den letzten Tagen vor dem Fest sogar noch die größten Löcher in einer der Zufahrtsstraßen mit Geröll auszufüllen. Hut ab vor dieser Leistung!

Wir freuen uns natürlich über jede neue Schulgeldpatenschaft, die jungen, lernwilligen Menschen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ermöglicht, weil sie die Chance bekommen, zur Schule gehen zu können und eine Ausbildung zu erhalten.
Falls Sie eine Patenschaft übernehmen möchten: hier finden Sie das entsprechende Formular [182 KB]



großes Mitarbeiter-Meeting

Im neuen großen Speisesaal ist nicht nur genug Platz, wenn alle 93 Kinder in den Ferien im Kinderhaus, also zu Hause, sind, sondern er ist auch ein guter Raum für Meetings mit den Mitarbeitern des inzwischen umfangreichen Projektes "Our children and our Future" (OCAOF) in Uganda.
Am 05.07. kamen viele Mitarbeiter aus den verschiedenen Standorten unseres Projekts zu einer Besprechung zusammen: vom Afrika-Point in Nyendo, vom Health Centre in Bbaala, von den Plantagen in Birinzi und Kinoni, die Schulleiterin der Primary School in Bbaala, der Schulleiter und etliche Lehrer der High School in Kitamba, der Schulleiter und etliche Lehrer des Vocational Institutes in Kitamba und natürlich das Team des Kinderhauses in Kamukongo und in Bweyo. Es gab einen angeregten und anregenden Austausch zwischen den Anwesenden, und in den vielen Redebeiträgen wurde neben dem Dank für den jeweiligen Arbeitsplatz auch immer wieder geäußert, wie wichtig und fruchtbringend die Vernetzung aller einzelnen Bereiche ist und dass man es als Ansporn empfindet, für die große OCAOF-Familie zu arbeiten.




Education first

Es wird allerhöchste Zeit, für flächendeckende Bildung auf der Welt zu sorgen. Dies mahnen der Wiener Demograf und Leiter des Weltbevölkerungsprogramms am Internationalen Institut für Systemanalysen (IIASA) Wolfgang Lutz und Reiner Klingholz, der Leiter des BerlinInstituts, in ihrem Buch „Wer überlebt? Bildung entscheidet über die Zukunft der Menschheit“ (2016) an. Dieses Buch ist jetzt in der englischen Übersetzung unter dem Titel „Education First! From Martin Luther to Sustainable Development“ erschienen.
Dass Bildung tatsächlich eine Überlebensfrage ist, zeigen die Autoren an vielen Beispielen. Mehr ... education-first.pdf [514 KB]



Weitblick

frühreifes Früchtchen

Noch vor der beginnenden Regenzeit wurden 2015 auf dem neuen großen Grundstück am Birinzi-See Bäume und Sträucher gepflanzt. Nahe dem Äquator und in rd. 1.130m Höhe wachsen Mangos, Orangen, Zitronen, Papayas, Guaven, Avocados, Granatäpfel und Jack-Frucht, aber auch Kaffee, Kakao, Zimt, Arzneipflanzen und tropische Holzarten. In die Pflanzlöcher auf dem überwiegend sandigen Boden nahe dem Viktoriasee wurde vorab Naturdünger eingebracht. Jetzt sind die Pflanzen schon tüchtig gewachsen. In wenigen Jahren werden die ersten Früchte reif sein. Ziel ist es, durch den Verkauf Einnahmen zu erzielen und dazu beizutragen, das Projekt langfristig aus eigener Kraft zu finanzieren.

 

Energieversorgung

Windmessgerät

Von unserem Konzept, die Energieversorgung im Projekt nachhaltig und durch Nutzung erneuerbarer Energien auszubauen, ist ein weiterer Schritt realisiert worden: auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes des Schulzentrums in Kitamba ist ein Windmessgerät installiert worden, und die gemessenen Daten lassen Erfreuliches hoffen. Da das Schulzentrum frei auf einer Hügelkuppe liegt, hoffen wir auf regelmäßige "Einnahmen".

 


Prävention

Fehl- und Mangelernährung sind nach wie vor ein Problem in Uganda, insbesondere bei der Ernährung der Kinder. Aufgrund geringer Schulbildung wissen viele Einheimische nicht, wie wichtig auch Proteine für die Ernährung sind, und die heimische Kost ist stark kohlehydratlastig.
Daher fährt Goretti regelmäßig mit dem Team vom Health Centre in die Dörfer, um junge Frauen über die richtige Säuglings- und Kinderernährung zu informieren. Das sind keine trockenen Vorträge, sondern die Frauen bereiten aus dem vom Team mitgebrachten Anschauungsmaterial verschiedene Speisen selbst zu.
Auch dies ist wieder ein Beispiel, wie das Projekt im Sinne der integrierten ländlichen Entwicklung in die Region ausstrahlt.








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