Corona-Nothilfe im Projektgebiet

Die Ausbreitung der Corona-Pandemie hat auch im Projektgebiet weitreichende Folgen . Die Einschränkungen treffen – wie überall auf der Welt – insbesondere die Ärmsten der Armen. Ein großer Teil der Erwerbsmöglichkeiten ist weggebrochen (s.auch Patenbrief Juni 2020), und durch die gestiegenen Preise haben längst nicht alle Familien Zugang zu notwendigen Lebensmitteln wie Bohnen, Mais etc. und zu Hygiene-Artikeln wie Seife und Desinfektionsmitteln – in der jetzigen Situation besonders schlimm. Außerdem leidet auch die medizinische Versorgung, weil viele Menschen das Geld für eigentlich benötigte Medikamente nicht aufbringen können. Unserem Arbeitsansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ entsprechend haben wir daher verschiedene Nothilfe-Maßnahmen angestoßen:

a) durch großzügige Spenden konnten wir bisher die etwa 80 Mitarbeiter/innen in den Schulen, die nicht arbeiten durften, mit einem Kurzarbeitergeld unterstützen

b) unser Team in Kamukongo versorgt etwa 650 bedürftige Familien im Projektgebiet mit den oben genannten Grundnahrungsmitteln und Seife. Dabei mussten sie feststellen, dass die Menschen in vielen Häusern auf dem nackten Boden schlafen, ohne ausreichende Decken und natürlich ohne Moskitonetze. Dagegen etwas zu unternehmen, ist unser großes Ziel. Für die Lebensmittelversorgung werden pro Woche etwa 8€ benötigt, um eine Familie mit jeweils drei Matratzen (auf denen mehrere Kinder schlafen), Decken und Moskitonetzen auszurüsten sind ca 100€ nötig.

Wir freuen uns, wenn wir für diese Maßnahmen noch weitere Spender/innen gewinnen können! Für diesen Zweck sammeln wir auch über „betterplace“, eine gemeinnützige Organisation für Spendenaktionen                                       Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.

c) im Kinderhaus inKamukongo werden auf Initiative von Doktor Volker Peinke einmal wöchentlich Nahrungsmittel und Hygiene-Artikel an Bedürftige verteilt und als „Bonbon“ für die Kinder Chapati – die allgemein üblichen und beliebten gebackenen Maisfladen. Außerdem sollen auch alle Menschen weiterhin im Gesundheitszentrum die notwendige Versorgung erhalten

d) Unsere Kooperationspartner und Freunde aus München, Initiatoren der „Charles-Lwanga-Farm“, haben ebenfalls von Anfang an tatkräftige Unterstützung geleistet. In ihrer Mail von April heißt es:

„Die erste Nothilfeaktion zur Pandemie ist abgeschlossen. Andrew (Anmerk: das ist der einheimische Leiter der Farm) konnte mit dem Geld 100 Familien mit dem Nötigsten versorgen. Außer Lebensmitteln und Moskitonetzen, Seife und Desinfektionsmitteln bekamen die Familien auch eine Harke und Samen um Mais und Bohnen anbauen zu können.“

 

 

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