Corona-Nothilfe im Projektgebiet

Die Ausbreitung der Corona-Pandemie hat auch im Projektgebiet weitreichende Folgen . Die Einschränkungen treffen – wie überall auf der Welt – insbesondere die Ärmsten der Armen. Ein großer Teil der Erwerbsmöglichkeiten ist weggebrochen (s.auch Patenbrief Juni 2020), und durch die gestiegenen Preise haben längst nicht alle Familien Zugang zu notwendigen Lebensmitteln wie Bohnen, Mais etc. und zu Hygiene-Artikeln wie Seife und Desinfektionsmitteln – in der jetzigen Situation besonders schlimm. Außerdem leidet auch die medizinische Versorgung, weil viele Menschen das Geld für eigentlich benötigte Medikamente nicht aufbringen können. Unserem Arbeitsansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ entsprechend haben wir daher verschiedene Nothilfe-Maßnahmen angestoßen:

a) durch großzügige Spenden konnten wir in den Monaten April, Mai und Juni die etwa 80 Mitarbeiter/innen in den Schulen, die nicht arbeiten durften, mit einem Kurzarbeitergeld unterstützen

b) im Kinderhaus in Kamukongo werden auf Initiative von Doktor Volker Peinke einmal wöchentlich Nahrungsmittel und Hygiene-Artikel an Bedürftige verteilt und als „Bonbon“ für die Kinder Chapati – die allgemein üblichen und beliebten gebackenen Maisfladen. Außerdem sollen auch alle Menschen weiterhin im Gesundheitszentrum die notwendige Versorgung erhalten. Wir freuen uns, wenn wir für diese Maßnahmen noch weitere Spender/innen gewinnen können!

                                                                                                                                  Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.

b) Unsere Kooperationspartner und Freunde aus München, Initiatoren der „Charles-Lwanga-Farm“, haben ebenfalls schon tatkräftige Unterstützung geleistet. In ihrer Mail heißt es:

„Die erste Nothilfeaktion zur Pandemie ist abgeschlossen. Andrew (Anmerk: das ist der einheimische Leiter der Farm) konnte mit dem Geld 100 Familien mit dem Nötigsten versorgen. Außer Lebensmitteln und Moskitonetzen, Seife und Desinfektionsmitteln bekamen die Familien auch eine Harke und Samen um Mais und Bohnen anbauen zu können.“

 

 

 

Schilderung der Lage von Emmanuel

In seiner Mail vom 03.06.20 schildert Emmanuel, wie die aktuelle Situation im Projektgebiet erlebt wird:

Hallo Ihr Lieben!

Wir hoffen es geht Euch allen gut und Ihr habt trotz der tragischen Umstaende, eine schoene Zeit zusammen, wir denken oft an unsere Lieben in DE  und wir schicken Herzliche liebe Gruesse und wuenschen  Euch viel Kraft fuer die naechste Zeit.

Uns geht es gut, die Kinder sind gesund  auch Janice  unserer Freiwillige geht es gut und ist mit den Kindern wie immer beschaeftigt,wir versuchen immer so gut es geht, wenn wir unterwegs oder aus Familienkreis sind , Gesichtsmasken/Mundschutz zu tragen, keine Hand zu geben und die grossen Menschenansammlungen zu meiden ,um den so schlimmen Virus nicht  heraus zu fordern.

Man hoert im Radio und liest im Media von Firmen, Geschaefte in unserem Land ,die  wegen Corona Folge zu machen muessen, mehrere Firmen in Uganda haben ihren Mitarbeitern gekuendigt. Viele (Boda-boda) Motorrad -Taxi  und Auto-Taxi fahrer befuerchten ihre Arbeitstellen zu verlieren, denn es darf nur Waren/Produkte  und keinen Mensch auf Motorrad transportiert  zu werden, der Staat will, dass es jetzt und  “nach Corona” nur  ganz wenige Motoraeder (Bodaboda) und wenige Taxis in Kampala gibt, damit es keine Stau mehr in Stadt gibt, man wird in Kampala in  Zunkunft nur mit Busverkehr fahren koennen/duerfen.

ungewöhnliche Leere auf dem Markt von Nyendo

Viele Menschen muessen sich einen anderen Job suchen ( was nicht einfach ist), man merkt zur Zeit , dass es mehr Menschen auf Dorf gibt, die  als Bauer/Farmers sich beschaeftigen wollen/angefangen haben.

Viele Menschen, die kleine Geschaefte in Kampala hatten, koennen die Miete nicht mehr bezahlen und muessen   mit ihren Geschaeften aufhoeren, weil die Vermieter (Land lords) ihre Waren konfisziert /abgenommen haben (als Entschaedigung), fuer viele Menschen ist die Geschaeftslage schon schwieriger geworden, das gilt auch fuer andere Staedte wie Masaka, Jjinja, Mbarara usw…. Man merkt aber , dass es Not auf dem Dorf auch gibt, denn die Menschen brauchen Lebensmittel, wie Seife, Salz, Zucker usw… dazu kommt die Krankheiten wie Malaria, Husten und andere Kinderkrankheiten wozu die armen  Familien Behandlungskosten brauchen aber zum Teil nicht bezahlen koennen.

 Wie schon geschrieben ist  es nicht leicht die genauere Zahl mit Neuinfektionen zu sagen,  denn wegen der Kosten ,kann es wohl nicht getestet werden, aber die Zahl scheint schon um einiges zugenommen zu haben ( man spricht von ca. 450 Menschen, die man  nach Untersuchung entdeckt hat)  und der Schwachpunkt an den Grenzen identifiziert. Es wurden alle Massnahmen getroffen um die Erkrankung von der Bevoelkerung fern zu halten, dennoch hat die Bevoelkerung die Folgen zu tragen.

Vorgestern hat der Regierungschef seine Rede (Presse Konferenz) ueber die aktuelle Lage gehalten, er hat  wieder das gleiche Versprechen von Mundschutz ( kostelos zu verteilen) gemacht, was bis heute noch nicht geschehen ist. Ab morgen werden  die oeffentlichen Verkehrsmittel wieder fahren ( der Bus darf  lauter Vorschrift nur die Haelfte von Passagieren  transportieren), was schon schwer /unmoeglich sein koennte, denn in Uganda oder ueberhaeupt im ganzen Afrika haelt man sich ungerne an solche Regeln/ Vorschriften, mal sehen ,wie die Lage sich entwickelt.

Laut unserem Praesident  werden die Kirchen geschlossen bleiben aber die  Schulen  werden nach einem Monat wieder geoffnet aber nur fuer die Schueler/innen,  die  dieses Jahr ihre Abschluss Pruefungen machen ( im Primary 7, Senior 4 und  Auszubildenden in Berufschulen, die bald Geselle werden) es wird aber darauf ankommen wie die Lage sich entwickelt /gezeigt hat, auf jeden Fall bleibt die Lage  noch spannend. Wir wollen hoffen, dass es den Afrikanischen Kontinent mit dieser Seuche etwas verschont, denn es gibt noch schon einiges wie Ebola, Cholera, AIDS ,Ueberschwaemmungen  zu bekaempfen.

Ihr Lieben wir danken Euch ganz herzlich fuer alles, was Ihr fuer uns tut und  wuenschen Euch von Herzen alles Liebe und Gute, Viel Kraft, Gesundheit und Gottes reichen Segen! …

Emmanuel, Maria Goretti mit allen Kindern und Team in Kamukongo“

 

 

Weitere Fotos unter „Neues aus dem Projektgebiet“

Patenbrief Juni 2020

Liebe Patin, lieber Pate,
die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind gerade für die Menschen in Entwicklungsländern schwerwiegend und häufig existenz- oder gar lebensbedrohend. Bereits im März hat die ugandische Regierung dem Land einen Lock Down verordnet. Kindergärten, Schulen und andere Bildungsinstitute wurden geschlossen, der öffentliche und private Verkehr, Taxen und die preiswerte Transportmöglichkeit auf kleinen Motorrädern, den Boda Bodas, wurden von den Straßen verbannt. Geschäfte und Märkte – außer Lebensmittelgeschäfte, Getränkefirmen und Baumärkte – wurden ebenfalls geschlossen.
Emmanuel hat per E-Mail die zunehmend schwierige Situation der Menschen in Uganda beschrieben. Für viele von ihnen sind Arbeits- und Erwerbsmöglichkeiten weggefallen, kaum jemand verfügt über Rücklagen. Viele Inhaber der in der Regel sehr kleinen Geschäfte in den Städten und an Wegegabelungen in den Dörfern schaffen es nicht, die Miete zu bezahlen, Waren sind verdorben, Stoffe und andere Güter von Mäusen zernagt, Kredite können nicht bedient werden. Menschen, die versucht haben, sich eine Existenz in der Stadt aufzubauen, kommen verarmt und verschuldet aufs Land zurück. Kleinbauern auf dem Land wiederum haben keine Gelegenheit, ihre Ware auf lokalen Märkten zu verkaufen oder gegen andere Dinge zu tauschen. Auch in der Nachbarschaft des Kinderheims wurde bei einigen Familien Salz, Zucker, Mais, Bohnen etc. und auch Seife knapp. Unsere Freunde befürchten, dass Hunger droht, wo nicht in einem eigenen Garten das Nötigste wächst.
Die Lage zur Epidemie in Uganda ist derzeit schwer einzuschätzen. Nach offiziellen Angaben sind z.Zt. (21.6.2020) 770 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. (Bisher kein berichteter Todesfall). Systematische Untersuchungen sind an den Grenzstellen bei den einreisenden Lastwagenfahrern und deren Umfeld bekannt. Alle bisher berichteten Fälle stammen aus diesem Umfeld. Dies wäre für Afrika eine einzigartige Situation. Zweifellos steht der afrikanische Kontinent noch am Anfang der Ausbreitung der Epidemie. Deshalb ist zu erwarten, dass auch für Uganda die schwerste Zeit noch bevorsteht.
Die gute Nachricht:…

weiterlesen: Patenbrief Juni 2020

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